This is Bat Country

by kerthi

Nach dem gewohnten, mehr oder weniger guten Comfort Inn Frühstück, dürfen wir unsere Koffer zwei Stockwerke nach unten tragen, da der Lift gerade in “Maintenance” ist. Das hat er auch dringen nötig, so wie der gestern geklungen hat. Es ist gerade mal halb 11 Uhr Vormittags und hat bereits zirka 35 Grad. Wir machen uns mit unserem Toyota Corolla, inklusive Heckspoiler ;-) (fühlen uns fast wie in the Fast and the Furious) Richtung Austin, der Hauptstadt von Texas auf. Obwohl es hier im Sommer fast jeden Tag an die 40 Grad heiß wird, ist die Umgebung erstaunlich grün. Überall stehen Bäume und die Wiesen sind sattgrün. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass ziemlich viel bewässert wird, dennoch sind wir einigermaßen verwundert.

Auf zirka halbem Weg nach Austin halten wir in Waco. Der Ort ist vor allem wegen Dr Pepper bekannt. Dr Pepper ist ein Cola-Getränk und wurde 1885 in Waco erfunden. Es ist damit ein Jahr älter als Coca Cola. Wir besichtigen das Dr Pepper Museum, sind jedoch etwas enttäuscht, da wir am Ende nicht mal eine Gratis Kostprobe bekommen, sondern diese an der “Soda-Fountain” kaufen müssen. Das Zeug schmeckt sowiso etwas “gewöhnungsbedürftig”, daher teilen wir uns ein kleines Pepper und schütten sogar davon noch die Hälfte weg. Vielleicht liegt es daran, dass das Wasser dafür aus diesem Brunnen kommt?

In Austin angekommen, beziehen wir unser Zimmer im Drury Inn und genehmigen uns gleich Gratis Popcorn und Softdrinks. Um das auch hier angebotene Dr Pepper machen wir beide einen Bogen und trinken statt dessen Pepsi ;-)

Zu Abend essen wir bei Stubb’s, dem bekanntesten BBQ Restaurant in Austin. Wir bestellen Pork Ribs, Brisket und BBQ Chicken, sind aber nicht so recht begeistert. Wenn das das Beste BBQ in Austin sein soll, naja. Die BBQ Platte im Hard Rock Cafe in Kopenhagen war jedenfalls besser, gar nicht zu sprechen von den BBQ Chicken Wings im Laurelwood in Portland. Seit wann gibt es in Oregon besseres BBQ als in Texas?

Highlight des Tages sind die Fledermäuse an der Congress Avenue Bridge. Obwohl ich an das Zitat aus Fear and Loathing in Las Vegas denken musste “No. We can’t stop here. This is bat country.” fahren wir hin. So können wir kurz vor Sonnenuntergang beobachten, wie 750 000 Mexican Free-tailed Bats ihren Unterschlupf in der Brücke verlassen, um auf die Jagd zu gehen. Sehr beeindruckendes Schauspiel. Man fühlt sich fast wie Bruce Wayne als er als Kind die Bathöhle entdeckt und ihm hunderte Fledermäuse um die Ohren fliegen.