The Alamo

by claudia

Gute Neuigkeiten: heute sollens “nur” 36 Grad werden. Da fröstelts einen doch fast. Daheim soll es auch nicht viel weniger warm sein, wie wir gehört haben.

Unsere Reise geht weiter gen Süden. Zu Mittag erreichen wir San Antonio. Wirklich eine sehr schöne Stadt, die unter dem mexikanischen Einfluss glänzt. Man glaubt gar nicht in den Staaten zu sein, sondern ganz wo anders. Wir parken ganz gemütlich im Parkhaus des “Riverwalk Center”, einer riesigen Shopping Mall. Obwohl wir von “The Alamo” nicht weit entfernt sind, erschließt sich der Weg nicht gleich von selbst. Deshalb müss ma (tut ma ja so leid, Chris) erst a bissal durchs Einkaufszentrum spazieren-. Wir finden einen Ausgang und sind direkt am berühmten “San Antonio Riverwalk”.

Ich spüre, dass der Chris Witterung aufgenommen hat und bereits wenige Minuten später stehen wir im HRC-Shop ;-) (hmmm…anscheinend hatte der Weg doch seine Richtigkeit). Nachdem alle Formalitäten abgewickelt sind, geht es inkl. kurzem Zwischenstopp bei “Ben and Jerrys” (Eisladen) endlich zum “Alamo”, einem in ganz Amerika sehr beliebten Ausflusgsziel.

Das Alamo, ursprünglich Mision San Antonio de Valero genannt, erlangte Berühmtheit aufgrund dreizehn schicksalhafter Tage im Jahre 1836 (wer schnell rechnen kann, bemerkt gleich, dass es heuer eine 175-Jahre-Feier gegeben hat). Damals spielten San Antonio und das Alamo eine kritische Rolle in der texanischen Revolution. Über 200 Texians und Tejanos, zum überwiegenden Teil Freiwillige, leisteten im Missionsgebäude unter der Führung von Oberst Travis Widerstand gegen die mexikanische Armee Santa Annas. Die Erzählung besagt, dass Travis, sich nach der langen Belagerung der aussichtslosen Belagerung bewusst, versuchte die Männer zu motivieren das Alamo bis zum letzten Mann zu verteidigen. Es zog dazu eine Linie in den Sand und forderte die versammelten Soldaten dazu auf, über die Linie zu treten, sofern sie zum Kampf bereit sind. Alle, bis auf einen, taten dies auch (was der einen Person aber im Endeffekt nichts genutzt hat). Aufgrund der überlegenen mexikanischen Armee wurde die Schlacht verloren. Sie ging jedoch als Symbol für den Kampf um Freiheit in die Geschichte ein. Hier noch ein Blick auf das dem Alamo angeschlossene Museum, das nicht wirklich rühmlich von einem Museums-Shop umrahmt wird.

Genug Weiterbildung für heute! Wir sind geschlaucht. Bevor es ins Comfort Inn geht (wir wurden echt nett mit einem Mini-Geschenkskorb begrüßt und kostenlos auf eine Suite upgegradet) schleppen wir uns noch zum Cracker Barrel (das gute Essen müssen wir echt aussnutzen). Mit unserem Autoradio stehen wir nach vier Tagen in Texas immer noch auf Kriegsfuß und so müssen wir “Raindrops Are Falling Of My Head” über uns ergehen lassen. Schön wärs. Aber davon können wir ja in unserem Nachmittagsschlaferl träumen…