Houston, alles kein Problem!

by claudia

Wie bereits angekündigt, besuchen wir heute das Johnson Space Center in Houston. Damit man sich vorstellen kann, wie groß Houston ist, sei gesagt, dass die Autofahrt dorthin fast eine Stunde gedauert hat. Als wir das Gebäude betreten, haben wir einen riesigen Spielplatz vor uns und trauen im ersten Moment unseren Augen nicht (ich hab mir das hier zugegebenermaßen etwas “seriöser” vorgestellt). Aber alles hat seine Richtigkeit! Raumfahrt soll ja Spaß machen und der Spielplatz ist nach näherer Betrachtung so konzipiert, dass die lieben Kleinen auch was lernen.

Die Ausstellung ist wirklich einzigartig und besteht aus vielen unterschiedlichen Attraktionen (u.a. Audio-Tour, Live-Schaltung zu den Astronauten und zur Mission Control, Filme, Tram-Tour, Spielplatz,…). So wir es uns beispielsweise ermöglicht, aktuell zu verfolgen, wo sich gerade das Shuttle befindet, das vor einigen Tagen, als das letzte des Raumfahrtprogramms, hoch geschossen wurde und ein Stück Mond anzugreifen.

Bei der Tram-Tour können wir uns die ehemalige “Mission Control” ansehen, die Kontrollstation, über die in früheren Zeiten die Weltraumflüge überwacht wurden. Als wir sehen, dass es knapp 100 Leute beinahe nicht schaffen, von der Tram über ein kurzes Stück Weg und dann noch ganze 87 Stufen die Mission Control zu erreichen, fragen wir uns, wie es dieses Volk jemals hinbekommen hat auf dem Mond zu landen. Zum Schluss des Tages schießen wir uns ungewollterweise ein Eigentor indem wir uns den Film “Planets – HD Odyssee” ansehen. Wir (und ich glaub, wir waren da nicht die Einzigen) haben nämlich nicht gewusst, dass es sich bei dieser Vorführung um eine Art “Space-Oper” handelt, die dann auch noch ganze 45 Minuten dauert. Ich für meinen Teil (und ich war da bestimmt wieder nicht die Einzige) habe die Zeit für ein kleines Nachmittagsschläfchen genutzt.

Die Heimfahrt zieht sich noch länger als die Hinfahrt. Auf die “Rush-Hour” waren wir ja vorbereitet und versuchten diese mit einem Stopp bei “Whataburger”, einer lokalen Fast-Food-Kette, zu umgehen. Leider erfolglos. Aufgrund zweier Unfälle auf unserer Strecke (was uns nicht wundert, so wie die hier Auto fahren) sind wir eine gefühlte Ewigkeit unterwegs und schieben uns durch eine Lawine von Vans und Pick-ups (aufgrund unserer Beobachtungen gehen wir davon aus, dass Texas die höchste Pick-up-Dichte in den Staaten hat). Im Motel wartet bereits eine neue Folge von Man vs. Food auf uns.

Und dann wär da doch noch ein Problem: heute haben wir unseren letzten Urlaubstag in den Staaten verlebt. Morgen treten wir die Reise nach Hause an :-(. An dieser Stelle ein GROSSES DANKESCHÖN an alle (v.a. Family, FreundInnen und ArbeitskollegInnen), die ermöglicht haben, dass wir einfach mal für drei Wochen abschalten konnten. Und ein ebenso GROSSES DANKESCHÖN an alle, die unseren Blog verfolgt haben und unseren Urlaub mit Mails und / oder Blogeinträgen zu einem einzigartigen Erlebnis werden haben lassen (an Spitzentagen hatten wir an die 80 Zugriffe auf unsere Site). Einen allerletzten Blogeintrag gibt es dann, wenn wir wieder in Graz sind :-).