Nachdem wir vorgestern ja nicht mehr auf die Brauerei Tour in der Kona Brewery mitgenommen wurden, probieren wir es diesmal mit der Vormittagstour. Wir sind 45 min vor Tour Beginn vor Ort und schreiben uns als Nummer 5 und 6 in die Liste ein. Warum immer nur maximal 15 Personen pro Tour erlaubt sind ist uns nicht ganz klar. Die Tour ist unspektakulär und dauert gerade mal 15 Minuten. Höhepunkt ist wohl das Kühlhaus, wo man sich von den Temperaturen draussen abkühlen kann. Dort wird auch das Bier gelagert, bevor es ausgeliefert wird. Allerdings erfahren wir dort, dass das gesamte Bier der Kona Brewery, das man in Flaschen im Supermarkt kaufen kann am Festland gebraut wird. Es gibt keine Fabrik für Flaschen auf den Inseln und der Import derer wäre zu teuer. Somit hat man sich entschieden auch gleich die Erzeugung das darin enthaltenen Getränks “outzusourcen”. Einzig die Restaurants auf den Inseln werden mit hier gebrautem Bier versorgt. Möglicherweise erklärt das auch die Tatsache, dass das “coconut-flavoured” Bier bei der Testverkostung in der Brauerei auch wirklich nach Kokosnuss schmeckt. Wenn man’s in der Flasche kauft nicht. Die Verkostung ist ganz amüsant und wir bekommen unterschiedlichste Sorten des “liquid Aloha” zu probieren.

Nachmittag fahren wir zum Pu`uhonua O Hōnaunau National Historic Park. Der Ort wird auch City of Refuge (Ort der Zuflucht) genannt. Möglicherweise deshalb, weil das hawaiianische Wort sogar für einheimische kompliziert ist? Bis ins 19 Jahrhundert wurde er von Hawaiianern, die eines der altertümlichen Gesetze gebrochen hatten, als Zufluchtsort benutzt um so dem sichern Tod zu entgehen. Der Verbrecher wurde dort von einem Priester freigesprochen und so von seinen Sünden befreit. Verwundete Krieger und Zivilisten konnten hier in Zeiten von Kriegen ebenfalls Zuflucht finden. Eigentlich recht lässig, zuerst was verbotenes tun, dann Zuflucht suchen und freigesprochen werden. Auf Hawaii scheint eben alles einfacher zu sein als woanders ;-)

Vor der Rückfahrt ins Hotel schnorchle ich noch in der Honaunau Bay. Neben den zig verschiedenen, farbenprächtigen Fischen bekomme ich am Ende auch noch einen Manta Rochen zu sehen. Sehr beeindruckend. Die dort ebenfalls beheimateten Spinner Delphine haben allerdings keine Lust mit mir zu schwimmen. Man kann eben nicht alles haben. Da wir’s heute Vormittag nicht zum Zuschauen des Half-Ironman geschafft haben, den übrigens Lance Armstrong in Streckenrekordzeit gewonnen hat, schauen wir uns am Abend noch den Start/Zielbereich des Ironman Hawaii an.