Monthly Archives: September 2014

Road to Myrtle Beach

Wie bereits angekündigt ist heute ein längerer Road Trip angesagt. Da Chris hat den Plan, dass wir an die 700 km in einem Stück direkt bis Myrtle Beach durchfahren. Diese Strecke bringt uns durch die drei Bundesstaaten Virginia, North Carolina und South Carolina. Da wir der Rush Hour in Washington entgehen möchten starten wir entsprechend früh los und sind froh über unsere Entscheidung und die Tatsache, dass wir es sind, die nicht nach Washington wollen.

Und so sieht das heutige Vorhaben navimäßig aus (da waren wir aber schon gut eine Stunde unterwegs).


Da wir unter unseren verehrten Bloglesern auch Aktionäre der Restaurant-Kette Cracker Barrel haben, haben wir einen kleinen Beitrag zum Kursanstieg geleistet. Hier mein deep-fried Catfish Lunch-Platter.

Die gute Nachricht des heutigen Tages ist, dass wir ab Washington keine Maut bei den nervigen Toll-Plazas mehr bezahlen müssen, die schlechte ist, es regnet den ganzen Tag, was sich ziemlich auf den heutigen Blogeintrag auswirkt ;-(.

Während der Fahrt werden wir noch auf die Roadside-Attraction “South of the Border” aufmerksam. Im Grenzgebiet der beiden Carolina-Staaten, aber eben schon in South Carolina, findet sich eine Art Raststopp, der mit einigen Shops aufgemotzt wurde. So sieht das ganze vom Highway aus…man beachte den Hut von “Pedro, a maxican bandido”…

…und so, mit Pedro im Rücken.

Den Chris freuts, also freuts mich auch und alle überhaupt erfreuen sich bereits seit 1949 über diesen kunterbunten Ort des Vergnügens. Sogar in einer Simpsonsfolge wurde South of the Border gewürdigt.

Ab hier bringt uns das Navi das Leben abseits der Highways näher und so sind wir bis Myrtle Beach fast nur auf Landstraßen unterwegs. Die Umgebung sieht zirka so aus…

…hin und wieder mal ein Haus…

…und dann siehts wieder so aus.

Obwohl das der idyllischste Teil unserer Fahrt war (abgesehen vom Gefängnis, das auch auf dem Weg lag), sind wir froh, als wir Myrtle Beach errreichen. Erster Stopp, das Hard Rock Café, das uns dieses Mal ein Foto wert ist.

Dann fällt noch auf, dass es ganz viele Golfplätze gibt und die Menschen hier anscheinend Feuerwerk lieben.

Zähneknirschend müssen wir den diesjährigen Start unserer persönlichen Mini-Golf-Championship verlegen. Wir sind umrundet von den coolsten Minigolfbahnen, aber der Regen macht uns einen Strich durch die Rechnung.

Die heutige Nacht verbringen wir im Best Western Plus. Wie es scheint sind wir so ziemlich die einzigen Hotelgäste. Am Parkplatz stehen grad mal drei weitere Autos. Unser Eindruck vom Best Western ist tippi-toppi, sogar die Fernbedinung schließt sich diesem Eindruck an.

Aufgrund des Regens und der fortgeschrittenen Stunde schenken wir uns für heute auch den Strand. Näher als beim Red Lobster kommen wir dem Meer an diesem Tag nicht mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Museum Sunday

Bevor wir euch auf eine Museumstour durch Washington mitnehmen, möchten wir kurz unsere Unterkunft vorstellen, das Americana Hotel.

1963 eröffnet, versprüht es noch heute den Charme von damals. Das Americana besticht durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, seine gute Erreichbarkeit und total nette Leute.

Washington ist für uns die Stadt der Museen. Wirklich einzigartig ist, dass die Ausstellungen alle sehr großzügig sind und zumeist kein Eintritt zu bezahlen ist. Erstes Museum für heute ist das Holocaust Memorial Museum. Da es in der Ausstellung verboten ist zu fotografieren, hier zumindest die Außenansicht.

Die Sicherheitskontrollen erreichen für mich einen neuen Level. Es ist zwar gestattet Wasser mit ins Museum zu nehmen (sonstige Getränke sind verboten), aber nur dann, wenn man bereit ist, vor einem Sicherheitsbeamten aus der mitgebrachten Flasche zu trinken. Die Ausstellung selbst ist sehr eindrucksvoll und vor allem sehr berührend. Zu Beginn erhält man eine Identification Card eines Holocaust-Opfers und kann sich dann die Ausstellung sozusagen mit anderen Augen ansehen. Man erfährt mehr über das Leben der jeweiligen Person und zum Schluss kann man nachsehen, ob man überlebt hat oder nicht. Keine leichte Kost.

Weil es gestern so schön war, auf dem Weg zum nächsten Museum noch ein kleiner Zwischenstopp beim Washington Monument.

Beim nächsten Museum, der National Gallery of Art, glaube ich meinen Augen nicht zu trauen, weil sich da Chris von mir dort völlig problemlos hinschleifen lässt. Null Widerstand!

Die Museumsleitung ist sehr besucherorientiert und hat dankenswerterweise so etwas wie eine Highlightübersicht zusammengestellt, damit man sich gut zurecht findet.

Mein Lieblingsbild ist der “Tropical Forrest with Monkeys” von Henri Rousseau.

Hier noch weitere bekannte Exponate, das Selbstportrait von Van Gogh und “The Houses of Parliament, Sunset” von Monet.

Ich muss den Chris echt loben, er hält über Gebühr tapfer durch. Dafür begleite ich ihn zum National Air and Space Museum. Davor noch ein kurzer Fotostopp beim Kapitol.

Und hier ist das Museum, zumindest die Außenansicht davon.

Und hier ein Schnappschuss “Wir mit Austronaut”.

Zum Abschluss ging es noch eine kleine Runde durch den National Gallery of Art Sculputure Garden. Und mit dem “Thinker on a Rock” verabschieden wir uns für heute. Morgen heißt es früh aufstehen, weil wir eine lange Autofahrt nach Myrtle Beach vor uns haben.

 

Washington News

Hmmm…wir haben heute so viel erlebt, dass es für mich wirklich eine Herausforderung ist, dass alles in einen einzigen Blogeintrag reinzupacken. Beginnen wir beim Wetter: für heute sind 30 Grad angesagt, yippie!

Wir wiederholen uns zwar im Vergleich zu unserem letzten Washington-Aufenthalt, aber weil es soooo schön war, das Lincoln Memorial…

…und das Washington Monument nochmals in voller Pracht.

Bei dem wunderschönen Wetter genießen jeden einzelnen Schritt.

 

So nah schaffen wir es bis zum Weißen Haus…

…und dann kommen die beiden Herren von der Polizei, hier links im Bild und verscheuchen alle Touristen, was einer wahren Sisyphus-Aufgabe gleichkommt. Man beachte auch die Herren am Dach des Weißen Hauses. Schwer zu sagen, ob Washington momentan der sicherste oder der gefährlichste Ort in den USA ist.

So viel schönes Wetter macht jedenfalls hungrig und wir machen uns auf zu Ben's Chili Bowl (Man vs. Food (c) ). Die Essensauswahl fällt leicht. Es gibt entweder Chili-Dogs oder eben Chili in a Bowl. Genau und Pommes mit Chili gibt's auch noch. Bill Cosby und Barack Obama zählen hier zu den Stammgästen.

Die Mitarbeiter sind voll nett und nehmen sich wirklich Zeit für ihre Gäste. Wir werden angesprochen, weil einer der Mitarbeiter glaubt, wir seien aus New York ;-). Als er dann erfährt, dass wir den weiten Weg von Österreich zu Ben's Chili Bowl auf uns genommen haben, zeigt er uns voller Stolz den ganzen Laden. Er will unbedingt, dass wir ein Foto mit dem Besitzer bekommen. Da dieser grad nicht “da” ist, muss die Fotowand herhalten. Sweet.

Auf dem Weg ins Newseum, stolpern wir dann noch zufällig über unsere Nachspeise: ein Devil's Food Cupcake für den Chris und ein Red Velvet Cupcake für mich :-)

Das Newseum, laut Tripadviser eines der fünf besten Museen weltweit, übertrifft unsere Erwartungen bei weitem. Das beginnt schon beim Eintritt, den wir nicht bezahlen müssen, weil heute Smithsonian Day ist. Und so freuen wir uns über 50 gesparte Dollar. Das “Nachrichten-Museum” breitet sich über sechs Ebenen aus und hat 15 Einzelausstellungen. Wir sind gute drei Stunden dort und schaffen es grad mal so durchzukommen. Hier einige der Highlights:

Die Berliner Mauer inkl. Grenzwachturm.

Ein Helikopter mitten im Eingangsbereich, dahinter der beeindruckende Glaslift, der zu einer Aussichtsplattfom mit wunderbarem Blick auf das Kapitol führt.

Mein persönliches Highlight: ein Besuch in einem echten Fernsehstudio. Zirka eine Stunde zuvor wurde hier der bekannte Fotograf Timothy Greenfield-Sanders interviewt. Seine Ausstellung “The Boomer List” wurde gestern eröffnet.

Und eine persönliche Signierstunde gab's obendrein auch noch. Was für ein Tag, ich krieg mich fast nicht mehr ein!!! Für meinen Namen musste ich allerdings kämpfen. Mr. Greenfields meinte ich sei zu jung für die Boomer List und hat mich mit einem Lächeln der Generation X zugeteilt. Ja, so werden heutzutage Komplimente gemacht.

Auf der Boomer List Timeline haben wir uns, wenn auch zu jung, jedenfalls verewigt.

Sehr erheiternd war der Teil der Ausstellung der First Dogs. Der hier hat mich an unseren Nils erinnert.

Zum Abschluss schauen wir uns noch ganz viele Pulitzer-Price-Winning-Pictures und die Geschichten dahinter an. Allein hier könnte man Stunden verbringen…Um fünf werden wir rausgeschmissen, weil das Museum für heute seine Pforten schließt. Wenn wir wollen, können wir morgen wieder kommen, unser Ticket gilt großzügigerweise für zwei Tage.

So viele Eindrücke machen hungrig. Unser Abendessen widmen wir unserer Freundin und ebenfalls Bloggerin Susi, die gerade gleichzeitig die Ostküste (nur in die andere Richtung) unsicher macht und lassen uns die Lobster Roll made in Washington schmecken. Dazu gibt es (für mich) ein Blueberry Beer aus Portland, Maine. Cheers, Susi!

 

Blogspecial: Thank you!

Ich glaube, wir haben schon lange nicht mehr einen Urlaub so dringend gebraucht, wie diesen, gleichermaßen schwierig war es für uns, aus verschiedensten Gründen, in den Flieger zu steigen.

 

Aus diesem Grund möchten wir uns bei allen helfenden Händen, sei es im Job, oder zu Hause bedanken, die es möglich machen, dass wir uns eine kleine Auszeit vom Alltag nehmen können. Die Blumen sind für euch!

 

Ein Extra-Danke geht dabei an meinen Bruder Christian, der unsere Tyrannosaurs Cat versorgt. Ein Extra-Danke auch an alle, die sich für den Fall der Fälle als Katzensitter-Backup gemeldet haben.

Und bei dir, mein liebes Bruderherz, möchte sich da Kota (Anm.: Bild kann vom Original abweichen) persönlich bedanken.

 

Baltimore – City of Books

Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Baltimore. Nach zwei Stunden Fahrt und auf Anhieb gelungener Parkplatzsuche genießen wir bei Sonnenschein den Inner Harbor.

Die Sonne tut nach dem gestrigen Regen wirklich gut. Wie Balsam für meine Seele ist der Umstand, dass hier gerade das Baltimore Book Festival stattfindet und sich alles um Bücher dreht.

Da darf ein Besuch bei Barnes&Noble natürlich nicht fehlen. Das Hard Rock Café war rein zufällig auch in der Nähe.

Ach ja, da war doch noch was auf dem Weg nach Washington. Diese Bilder rufen bei uns gemischte Erinnerungen an 2009 hervor. Auf einen Besuch des Kryptologischen Museums verzichten wir in diesem Jahr dankend.

 

Philadelphia

Die triste Stimmung von Atlantic City hat sich nun auch auf das Wetter übertragen. Es regnet den ganzen Tag. Da es ja bekanntlich kein schlechtes Wetter gibt, machen wir uns auf nach Philadelphia. Bei dem Wetter und dem Verkehr zieh ich meinen Hut vor Chris' Autofahrqualitäten.

In Philadelphia angekommen trennt uns nur noch eine passende Parkgarage von der Liberty Hall und der Liberty Bell. Unser Auto ist nämlich für viele der Garagen zu groß. Ich hätte mir zwar nie gedacht, dass das einem in Amerika passieren kann, aber genau das sind die Luxus-Probleme mit denen wir uns hier herumschlagen.

Erster Stopp, die Liberty Hall. Hier wurde die Unabhägigkeitserklärung unterzeichnet. Genauer gesagt hier.

Ray, unser Guide, führt uns mit lauter Stimme pointiert, witzig und – was uns am meisten verwundert, da dies hier eine öffentliche Veranstaltung ist – sehr selbstkritisch durch die amerikanische Geschichte. Danach geht's weiter zur Liberty Bell, die wir uns nach dem ganzen TamTam beide größer vorgestellt haben.

Nach einem kleinen Zwischenstopp, wie könnte es anders sein, im HR-Café, besuchen wir den Love Park.

Schwer zu erkennen, aber genau dahinter hat man einen ersten Blick auf die Rocky Steps. Und hier sind sie in voller Größe.

Neben den Stiegen, die eigentlich zum Philadelphia Museum of Art führen, befindet sich auch gleich die Rocky Statue.

Es wäre nicht unser Blog, wenn wir nicht auch über die kulinarischen Highlights (Man vs. Food lässt grüßen) von Philadelphia berichten würden. Heute zäumen wir das Pferd von hinten auf und beginnen aus logistischen Gründen mit dem Nachtisch, den uns Franklins' Fountain kredenzt. And here we go, ein Homestyle Hot Fudge Sunday mit Kirsche :-)

Und so hat's geschmeckt…

Unser Abendessen lässt auch nicht lange auf sich warten. Was wäre ein Besuch in Philadelphia ohne ein Philly Cheese Steak-Sandwich. Wir ordern eines bei Tony Luke's, dem für diese Spezialität förmlich die Türen eingerannt werden. Und das ist er, Tony Luke himself.

Aus optisch-ästhetischen Gründen verzichten wir auf Originalbilder von unserem Essen. Ich sag nur soviel, das Sandwich war so groß, dass mir beim Essen die Hände wehgetan haben, weil es so schwer war. Nein, ich erwarte mir an dieser Stelle kein Mitleid.

Bevor es ins Bett geht, vertrauen wir bei einer Runde Montana-Tropfen darauf, dass uns unsere Mägen unseren heutigen kulinarischen Ausritt verzeihen. Zitat Chris: “Morgen iss i an Salot”.

On The Road Again

So, wie gesagt, ab heute sind wir motorisiert unterwegs. Der Chris manövriert uns sicher aus Jersey City hinaus, was gar nicht so leicht ist bei teilweise siebenspurigen Highways.

Auf geht's zum Barnegat Lighthouse. Der Weg dorthin ist der pure Wahnsinn. Wir fahren durch malerische Ortschaften mit direktem Meerblick. Ein Prachthaus reiht sich dabei neben das andere. Nach drei Tagen New York tut dieser Anblick richtig gut. Und hier ist es, das Lighthouse:

217 Stufen führen bis nach oben.

Dafür werden wir mit diesem Ausblick belohnt.

Während ich zu Vetter It mutiere, lässt sich dem Chris seine Frisur den Wind nicht anmerken.

Nächster Halt, Altlantic City. Der trostloseste Ort, den wir je gesehen haben.

Gott sei Dank sind wir nur zum Pin- und Bottleopener-Farmen im Hard Rock Café da. Der Rock Shop liegt direkt im Trump Taj Mahal Casino. Die düstere Atmosphäre setzt sich im Casino fort. Es ist so, als würde einem jemand alles Glück und alle Freude aus dem Körper rausziehen. Ganz, ganz schlimm für uns. Einziger Lichtblick ist der Panda Express, wo wir heute auch zu Mittag gegessen haben.

Mit etwas Glück (und natürlich Geschick des Fahrers) schaffen wir es dann auch heil wieder aus der Parkgarage raus, für die unser Yukon eigentlich zu hoch ist. Alles noch mal gutgegangen. Besonders froh, sind wir auch, dass wir es unfallfrei aus der Stadt geschafft haben. Scheinbar herrenlose Hunde laufen frei herum und wie zu beobachten ist, haben hier nicht alle ihr Auto im Griff.

Wir sind froh um jeden Meter den wir Land gewinnen und fahren weiter Richtung Philadelphia. In einem Ort namens Mount Laurel wartet bereits unser Comfort Inn*. Wir werden sehr freundlich mit Chocolate-Chip-Cookies empfangen und der Chris als Choice Privilege Member wird eine Extra-Runde gebauchpinselt und bekommt einen Drei-Dollar-Gutschein für den Hotel-Shop. Im Zimmer finden wir dann den Beweis, dass das Comfort Inn seinem Namen wirklich gerecht wird.

*Dieser Blogeintrag wurde nicht von Comfort Inn & Suites by Choice Hotels gesponsert.

 

Blogspecial – Auf die Gesundheit

Wie ihr ja vielleicht schon gemerkt habt, legen wir vor allem Wert auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung auf unseren Reisen. Hier eine kleine Kostprobe. Trix ist ein Qualitätsprodukt eines namhaften Joghurtherstellers. Man beachte die beiden unterschiedlichen Farben, was auch den Namen “Raspberry Rainbow” erklärt. Was davon jetzt genau der Himbeer-Teil ist, darüber wird der Konsument im Unklaren gelassen und die Zusatzinformation “…and other natural flavours” bringt einen auch nicht wirklich weiter. Geschmeckt hat es trotzdem.

An dieser Stelle noch ein Hinweis zur Zahngesundheit. Hier liebe Susi, hab ich nun in einer CVS-Pharmacy das Do-it-Yourself Zahnreparaturwerkzeug entdeckt, das anscheinend sogar von Zahnärzten empfohlen wird.

…in diesem Sinne, es geht nichts über die Gesundheit und die beginnt mit einem gesundem Essen ;-).

 

New York Classics – Part II

Heute geht es dort weiter, wo wir gestern aufgehört haben. Aber davor holen wir unser Auto. Auf dem Weg dahin kommt uns eines der alten Signalschilder unter, was mich sehr freut, denn ich halte bereits die ganze Zeit Ausschau danach.

Und hier ist er, unser GMC Yukon. Das bekommt man hier, wenn man einen “midsize SUV” bestellt. Soundsystem von Bose und einer Rückfahrkamera inklusive. Wir freuen uns bereits jetzt auf den bevorstehenden Road Trip.

Wir drehen gleich eine kleine Runde und besuchen das Empty Sky Memorial. Ein Denkmal, das an alle 9/11 Opfer aus New Jersey erinnert, mit Blick auf den Freedom Tower. Auch hier wurde wieder jeder einzelne Name in das Memorial eingraviert.

Der Tag ist noch jung, wir parken unser neues Gefährt beim Hotel und machen uns löblicherweise zu Fuß und per Öffis auf in die Stadt. Dort besuchen wir zunächst das 9/11 Museum, das wir gestern nicht geschafft haben. Die Ausstellung beziehungsweise die damit verbundene Atmosphäre ist schwer zu beschreiben. Platz spielt auf jeden Fall keine Rolle. Man sieht die Fundamente des ursprünglichen World Trade Centers, alte Träger und Betonstiegen.

Die Exponate reichen von zerstörten Einsatzfahrzeugen, wie Feuerwehrautos bis hin zu persönlichen Gegenständen wie Schuhen, Brillen und Geldtaschen, die aus den Trümmern geborgen wurden. Im überwiegenden Teil der Ausstellung ist das Fotografieren aus Respekt vor den Opfern verboten, woran sich aber nicht alle halten und dann sofort vom Security-Personal aufgefordert werden, die Bilder zu löschen. Wenig verwunderlich, aber ich habe noch nie ein Museum mit so vielen Sicherheitsleuten gesehen. Der Zugang zum Museum ist ebenfalls so kontrolliert, als würde man in ein Flugzeug einsteigen. Größere Taschen und Rucksäcke müssen zudem extra abgegeben werden. Mich begleitet eine Dauergänsehaut, als wir durch die einzelnen Ausstellungsräume gehen. Hier das Bild eines riesengroßen Quilts, der den Opfern gedenkt.

Sehr berührend sind zudem einzelne Räume in denen an den Wänden die Bilder der über 3000 Opfer hängen. In einem weiteren Raum, werden einzelne Biografien vorgestellt und über Lautsprecher erzählen Angehörige aus dem Leben der Opfer. Keine leichte Kost und was mich am meisten überrascht ist, dass die Ausstellung für amerikanische Verhältnisse wenig verklärt gestaltet ist und vor allem Bilder von diesem tragischen Tag in der amerikanischen Geschichte erzählen.

Uns hat die Zeit im Museum ziemlich geschlaucht. Aus diesem Grund machen wir uns auf zu Dominique Ansel's Bakery, dem Erfinder des Cronut. Das ist eine Kombination aus Croissant und Donut für die Herr Ansel über die Landesgrenzen hinaus Berühmtheit erlangt hat. So würde das ganze dann bildlich aussehen, aber leider ist der Cronut für heute ausverkauft. Seufz….

Wir trösten uns dafür mit einem Frozen S'mores (ein Marshmallow gefüllt mit Vanilleeis, das wiederum in eine Schokoknusperschicht eingehüllt ist, das ganze wird dann erhitzt und karamellisiert, ein Traum :-) ), einem Paris-New York Törtchen und einem Cannelé de Bordeaux (Minikuchen, nicht im Bild). Davon, dass der Laden vor ein paar Monaten aufgrund hygienischer Beanstandungen kurzzeitig dicht gemacht wurde, ist nichts zu merken, eine wahre Goldgrube!

Der ganze Zucker schafft uns dann endgültig und wir beschließen, dass wir den Musical-Besuch auf unbestimmte Zeit verschieben. Mit letzter Kraft schleppen wir uns ins Hotel zurück, obwohl es gerade mal vier Uhr ist. Hätte da Chris nicht seinen Wecker gestellt, hätten wir den restlichen Tag, glaube ich, komplett verschlafen. Einzig und allein das Abendessen bei unserem geliebten Panda Express treibt uns heute noch vor die Tür.

 

New York Classics

Wir haben den heutigen Tag mit allerlei Dingen verbracht, die man eben so macht, wenn man in New York ist. Obwohl uns der erste Urlaubstag ziemlich geschlaucht hat, haben wir nicht wirklich etwas dazu gelernt und sind wieder recht zeitig in die Stadt. Das Öffi-Chaos hält weiter an, was uns aber wenig stört, da wir nur bis zur Station World Trade Center fahren.

Beim WTC angekommen, kämpfen wir uns durch nichtendenwollende Menschenmengen. Das ganze Areal rund um das WTC ist eine riesige Baustelle. Es gibt sogar eigenes Sicherheitspersonal, das nichts andres zu tun hat, als die Leute und auch die Bauarbeiter durchzuschleusen.

Als erstes besuchen wir heute das 9/11 Memorial. Wenn ich daran denke, steigt mir beim Schreiben alleine wieder die Gänsehaut hoch. Das war zweifelsohne einer der berührendsten Orte, die wir je besucht haben. Das Memorial ist eine Gedenkstätte für die Opfer der Anschläge vom 11. September. Es handelt sich dabei um zwei gewaltige Brunnenanlagen am Ground Zero, die die Fundamente des ehmaligen WTC symbolisieren sollen. Rund um das Denkmal herum sind alle Namen der Personen eingraviert, die damals umgekommen sind.

Für das dazugehörige Museum bleibt heute keine Zeit, da wir noch zur Freiheitsstsatue und zu Ellis Island wollen. Die Fähre Miss Liberty bringt uns zunächst sicher zur Statue of Liberty, wenn auch der hohe Wellengang beim Einstieg reicht und ich leicht seekrank werde. Hätte ich von mir selbst nicht gedacht, war aber trotzdem so. Man lernt eben nie aus. Auf Liberty Island ist alles recht gut organisiert und mit der Audiotour kann man selbst das Besichtigungstempo vorgeben. Auf die Krone schaffen wir es leider nicht, da diese Ticket-Kategorie für den Tag bereits ausverkauft war.

Weiter geht's zu Ellis Island, dem Chris sein Highlight des Tages. Auch hier erkunden wir alles per Audio Guide, wenn die Führung auch ziemlich einwanderungs-romantisch verklärt ist. Wie gesagt, typisch amerikanischer Nationalstolz, aber auch hier haben wir uns nichts anderes erwartet. Es ist aber trotzdem spannend zu erfahren, wie Millionen von Menschen über Ellis Island in die Staaten eingereist sind und wie das damit verbundene Procedere vonstatten ging.

Zurück am Festland, zu meinem Glück ;-), geht es dann weiter zu Katz's Delis, einer New Yorker Institution. Wir sind auf das Katz's, wie könnte es anders sein, über die Sendung Man vs. Food aufmerksam geworden. Viele von euch kennen das Katz's bestimmt aus Harry und Sally (Stichwort: die berühmte Essensszene :-) ). Unser Essen bereitet der älteste Mitarbeiter des Katz's zu und er ist sichtlich stolz darauf schon zum Inventar des Delis zu gehören. Wir glauben auch ihn aus Man vs. Food wiederzuerkennen. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen, so sieht es aus, das Reuben-Sandwich (gefüllt mit Pastrami, Sauerkraut und Käse), eine der Hausempfehlungen. Dazu gibt es riesengroße Essiggurken.

Und so schmeckt es dann…

Im Katz's werden bei uns Kindheitserinnerungen aus früheren Einkäufen beim Meindl oder beim Fleischer Skale in Zeltweg wahr. So dürfen wir beispielsweise alles vorher probieren, was wir bestellen (damit uns dass dann ja alles schmeckt). Die Einstellung lob ich mir. Und zudem wird alles, was wir konsumieren auf einer kleinen blauen Karte vermerkt, die vor dem Verlassen des Lokals abgerechnet wird. Was wir allerdings nicht verstehen ist, warum auf den Klos Katzenstreu ausgestreut wird???

Glücklich und zufrieden, geht es dann weiter zum nächsten New York Klassiker, dem Yankee Stadium. Wir haben Karten für das Spiel gegen die Baltimore Orioles. Die Stadionatmosphäre ist wirklich einzigartig, da wir aber trotz mehrerer Lagen Gewand fast erfrieren, verlassen wir das Spiel nach dem fünften Inning. Da helfen leider auch die Yankee-Handschuhe (einen linken und einen rechten für den Chris und zwei linke (!!!) für mich???…Universum, was willst du mir sagen???), die wir am Eingang geschenkt bekommen haben, nicht viel. Nichtsdestotrotz setzen wir unsere Siegesreihe bei Heimspielen fort und die Yankees gewinnen 5:0.

Da das Stadion irgendwo ist, brauchen wir mit den Öffis fast eine ganze Stunde zurück ins Hotel. Mal schauen, wie lange wir brauchen, bis wir wieder aufgetaut sind. Die Foto-Redaktion lässt bereits aus den Träumen grüßen und die Online-Redaktion wird nun den Kampf mit dem hiesigen WLAN auf sich nehmen und versuchen diesen Beitrag inklusive aller Fotos hochzuladen, auch ein New York Klassiker.