Hello Florida!

Heute ist der letzte Road-Trip-Tag. In Summe sind wir über vier Stunden automäßig unterwegs. Einen kleinen Zwischenstopp legen wir in St. Augustine ein, um uns das älteste Küsten-Fort in den USA anzusehen, das Castillo de San Marco.

So fällt der erste Blick aufs Fort aus, sehr schön versteckt die ganze Angelegeneheit.

Und so sieht es aus, wenn man von oben draufschaut. Wir haben unsere Burgen, Amerika eben seine Forts und hinzu kommt, dass dieses bis dato noch nie eingenommen wurde.

Am Eingang werden wir in USA-Manier gewarnt: “The Castillo was built for war and not modern safety standards. Please be careful of your step while visiting.” Weltklasse!

Kaum zu glauben, dass das Fort selbst überwiegend aus gepressten Muscheln erbaut wurde, was man sich zirka so vorstellen kann.

So, nun ein kleiner Rundgang. Hier ist der Eingang.

Der Innenhof.

Der Innenhof mit Blick auf einen Wachesoldaten.

Die Schlafräumlichkeiten.

Erster Stock.

Und erster Stock mit Aussicht.

Wie man sieht, ist das Florida-Wetter sehr einfallsreich. Von Regen bleiben wir einigermaßen verschont und erreichen am spätern Nachmittag Orlando und das zwei Tage früher als geplant. Uns wird schon was einfallen ;-)

Vor dem Schlafengehen wird dann endlich die diesjährige Mini-Golf-Championchip feierlich bei einer Runde in der Pirate's Cove eröffnet. Unsere Weltmeisterschaft beginnt mit einem Unentschieden spannend. Wir halten euch über unsere Statistik am Laufenden und wünschen eine gute Nacht.

 

Savannah’s Squares

Heute geht's von Charleston in zirka zwei Stunden nach Savannah. Davor muss getankt werden, dem Chris seine Leidenschaft gleich nach dem Fahren selbst.

In Savannah angekommen, entscheiden wir uns den historischen Stadtteil mit einem Grey Line Trolly nach dem hop-on/hop-off-Prinzip zu erkunden. Wirft man einen Blick auf den Stadtplan von Savannah fällt gleich auf, dass diese Stadt perfekt nach dem Schachbrettmustersystem gebaut wurde. Das Besondere an Savannah sind daher auch seine 22 Squares, kleine parkähnliche Quadrate, die die Stadt botanisch aufpeppen und zum typischen Stadtbild beitragen.

Der Trolly chauffiert uns 90 Minuten durch die Stadt und wir gewinnen einen sehr guten Überblick. Danach erkunden wir Savannah auf eigene Faust. Als erstest zieht es – vor allem mich – in die Savannah's Candy Kitchen. So sieht das Paradies aus und kosten dürfen wir es auch :-)

Auch hier merken wir das zunehmend südliche Flair und die allgemeine Lockerheit. Bis dato mussten wir für alkoholische Getränke kein einziges Mal unsere ID zücken und hier gehen sogar Drinks-To-Go durch.

Starten wir mit unserer Tour. Hier einige Life-Oak-Trees, “the official state tree of Georgia”. Uns gefallen sie sehr gut. Und was da so runterhängt ist Spanish Moss und eben “commonly on the southern life oaks”.

Ein weiterer Teil des Stadtbildes sind die Studenten des Savannah College of Art and Design. Der Campus des privaten College erstreckt sich sozusagen über die ganze Stadt und so findet man an jeder zweiten Ecke Studenten, die eifrig am Zeichnen sind. Motive gibt es ja genug, beispielsweise die ganzen Squares. Hier einer der bekanntesten, der Chippewa Square, bekannt aus Forrest Gump. Forrest sitzt im Film mit einer Schachtel Pralinien auf einer Bank, wartet auf den Bus und erzählt seine Lebensgeschichte. Die Original-Bank gibt es zwar nicht, aber die hier ist nur zirka zehn Meter von der Film-Bank entfernt. Und Pralinen gibt's auch.

Sehr beeindruckend ist auch das Savannah Theatre, das älteste Kino in den USA (eröffnet 1818), wie uns erzählt wurde.

Der Hunger treibt uns dieses Mal, ich traue es mich schon gar nicht mehr zu sagen, zu einer Man vs. Food-Empfehlung. Zunzi's wurde von Adam Richman zu den drei besten Sandwich-Lokalen in den USA gewählt. Hier rennt zudem voll der Schmäh. Zum einen fallen wir – wiedermal – ungut mit unseren Yankee-Kappen auf (sollten wir schon mal schön langsam überdenken anfangen) und dann hauen sich die Typen auch noch über unseren “Austrian-Accent” ab. Und da Lachen bekanntlich ansteckt, kriegen wir uns auch fast nicht mehr ein und sind froh irgendwie unsere Bestellung anzubringen. Der Ladenbesitzer fühlt sich jedenfalls geehrt, dass wir von so weit herkommen und benennt für den Chris – zumindest kurzfristig – eines seiner Sandwiches um. We proudly present, “The Austrian Godfather”:

Abschließend noch etwas Kulturprogramm. Typische Häuser.

Halloween naht.

Und ein kleiner Abstecher zum historischen Friedhof.

Und weil es so schön ist, noch mehr Oaks und Moss.

Der Abschluss unserer Trolly-Tour wird dann auch noch ganz lustig. Der Trolly-Provider ist a bissal müllig organisiert und es taucht einfach kein Trolly für ein finales Hop-on mehr auf. Während wir warten, schließt sich uns ein älteres deutsches und sehr USA-erfahrenes Ehepaar an. Die beiden Frankfurter sind echt der letzte Schrei. Also wenn ich mal ein Buch schreib, die zwei bekommen ein Kapitel für sich. Zurück zu unseren Autos kommen wir dann durch den Chris seinen lösungsorientierten Zugang die zehn Minuten, die wir für das fehlende Wegstück brauchen, einfach zu Fuß gehen. Beim Auto angekommen verabschieden wir uns von unseren Reisegefährten, die hartnäckig versuchen für den erlittenen Schaden ihr Geld vom Manager zurück zu bekommen. Wir wünschen ihnen jedenfalls alles Gute und machen uns auf zu unserem Motel.

 

Fin’s Charles Town

Beim Frühstück bestätigt sich unser Verdacht. Oh my god, wir sind wirklich alleine in diesem Motel und haben daher auch das ganze Frühstücksbuffet für uns alleine. Echt ein komisches und vor allem verschwenderisches Gefühl. Das Frühstücksfernsehen bestätigt dann einen weiteren Verdacht: unvorstellbar, aber ins Weiße Haus wurde vor ein paar Tagen eingebrochen und wir haben uns noch über den ganzen Sicherheitszirkus gewundert…

Zunächst holen wir nach, was wir gestern versäumt haben, und das bei schönstem Wetter. Hier der Beach von Myrtle Beach.

Vor allem nach dem gestrigen Trip von Washington, den da Chris bravurös gemeistert hat, ist die heutige zirka zweieinhalbstündige Fahrt nach Charleston ein wahrer Katzensprung. Dort angekommen, besichtigen wir zunächsten den Waterfrontpark…

…und das Pier. Im Hintergrund die Brücke, über die wir heute gefahren sind.

Um zwei startet dann unsere Walking Tour mit Fin. Echt cool, dass da Chris das gestern am Abend noch organisiert bekommen hat, denn eigentlich gibt es derzeit nur Stadtführungen durch Charleston am Vormittag. Aber der Tour-Anbieter hatte einerseits ein Herz für uns und andererseits es auch noch geschafft einen Tourguide mit ebenso großem Herz, nämlich Fin, aufzutreiben. Zu unserer persönlichen Gewissensberuhigung, denn wir hatten heute bereits ein Zuviel an Aufmerksamkeit beim Frühstück, hat sich dann noch ein amerikanisches Ehepaar unserer Gruppe angeschlossen und wir machen Charleston, früher Charles Town, zu fünft unsicher.

Bei Fin, einem ehemaligen Lehrer, sind wir wirklich in den allerbesten Händen. Er liebt es Leuten “sein Charleston” zu zeigen und das spürt man wirklich. Die Tour dauer eigentlich nur eineinhalb Stunden, mit uns ist er ganze zweieinhalb Stunden unterwegs. Wir sind wirklich froh, dass wir mit ihm unterwegs sind uns so erfahren wir allerlei interessante Dinge über diese Stadt und vor alleim ihre Geschichte. Zum Beispiel, dass dieses Gebäude, als höchstes Haus der Stadt, als Wolkenkratzer durchgeht.

Oder, dass es auch halbe Häuser beziehungsweise halbe Adressen gibt. Wäre ich J. K. Rowling wäre mir spätestens hier die Idee mit der Plattform 9 3/4 gekommen.

Wir haben auch erfahren, für was man diese heutzutage unscheinbaren Steine früher brauchte. Wer nicht draufkommt, keine Schande, wir haben es auch nicht erraten. So oder so ähnlich sehen “Kutscheneinsteigsteine” aus, die vor allem von Frauen und Kindern genutzt wurden.

Hier eines der ältesten Häuser, The pink House. Kostet schlappe 750.000 Dollar und steht grad leer. Wer also in etwas Geschichte investieren möchte ist hier richtig.

Mein persönliches Tour-Highlight, das Dock Street Theatre.

Nächste Quizfrage, was ist das?

Richtig geraten, eine Plakette als Zeichen, dass man eine Feuerversicherung abgeschlossen hatte. Wirklich bemerkenswert für das 18. Jahrhundert, finden wir zumindest.

Cat's Whiskers kommt uns auch noch unter…

…und diese Art der Außenstiegengestaltung.

Da Chris hat sich besonders auf die Rainbow Row gefreut, eine Reihe von Häusern, die alle ganz bunt angemalt sind (was man jetzt auf dem Bild nicht ganz so gut sieht).

Und hier ist er, Fin, mit dem wir einen echt schönen Nachmittag verbracht haben. Danke, Fin!

In diesem Sinne…

 

Road to Myrtle Beach

Wie bereits angekündigt ist heute ein längerer Road Trip angesagt. Da Chris hat den Plan, dass wir an die 700 km in einem Stück direkt bis Myrtle Beach durchfahren. Diese Strecke bringt uns durch die drei Bundesstaaten Virginia, North Carolina und South Carolina. Da wir der Rush Hour in Washington entgehen möchten starten wir entsprechend früh los und sind froh über unsere Entscheidung und die Tatsache, dass wir es sind, die nicht nach Washington wollen.

Und so sieht das heutige Vorhaben navimäßig aus (da waren wir aber schon gut eine Stunde unterwegs).


Da wir unter unseren verehrten Bloglesern auch Aktionäre der Restaurant-Kette Cracker Barrel haben, haben wir einen kleinen Beitrag zum Kursanstieg geleistet. Hier mein deep-fried Catfish Lunch-Platter.

Die gute Nachricht des heutigen Tages ist, dass wir ab Washington keine Maut bei den nervigen Toll-Plazas mehr bezahlen müssen, die schlechte ist, es regnet den ganzen Tag, was sich ziemlich auf den heutigen Blogeintrag auswirkt ;-(.

Während der Fahrt werden wir noch auf die Roadside-Attraction “South of the Border” aufmerksam. Im Grenzgebiet der beiden Carolina-Staaten, aber eben schon in South Carolina, findet sich eine Art Raststopp, der mit einigen Shops aufgemotzt wurde. So sieht das ganze vom Highway aus…man beachte den Hut von “Pedro, a maxican bandido”…

…und so, mit Pedro im Rücken.

Den Chris freuts, also freuts mich auch und alle überhaupt erfreuen sich bereits seit 1949 über diesen kunterbunten Ort des Vergnügens. Sogar in einer Simpsonsfolge wurde South of the Border gewürdigt.

Ab hier bringt uns das Navi das Leben abseits der Highways näher und so sind wir bis Myrtle Beach fast nur auf Landstraßen unterwegs. Die Umgebung sieht zirka so aus…

…hin und wieder mal ein Haus…

…und dann siehts wieder so aus.

Obwohl das der idyllischste Teil unserer Fahrt war (abgesehen vom Gefängnis, das auch auf dem Weg lag), sind wir froh, als wir Myrtle Beach errreichen. Erster Stopp, das Hard Rock Café, das uns dieses Mal ein Foto wert ist.

Dann fällt noch auf, dass es ganz viele Golfplätze gibt und die Menschen hier anscheinend Feuerwerk lieben.

Zähneknirschend müssen wir den diesjährigen Start unserer persönlichen Mini-Golf-Championship verlegen. Wir sind umrundet von den coolsten Minigolfbahnen, aber der Regen macht uns einen Strich durch die Rechnung.

Die heutige Nacht verbringen wir im Best Western Plus. Wie es scheint sind wir so ziemlich die einzigen Hotelgäste. Am Parkplatz stehen grad mal drei weitere Autos. Unser Eindruck vom Best Western ist tippi-toppi, sogar die Fernbedinung schließt sich diesem Eindruck an.

Aufgrund des Regens und der fortgeschrittenen Stunde schenken wir uns für heute auch den Strand. Näher als beim Red Lobster kommen wir dem Meer an diesem Tag nicht mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Museum Sunday

Bevor wir euch auf eine Museumstour durch Washington mitnehmen, möchten wir kurz unsere Unterkunft vorstellen, das Americana Hotel.

1963 eröffnet, versprüht es noch heute den Charme von damals. Das Americana besticht durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, seine gute Erreichbarkeit und total nette Leute.

Washington ist für uns die Stadt der Museen. Wirklich einzigartig ist, dass die Ausstellungen alle sehr großzügig sind und zumeist kein Eintritt zu bezahlen ist. Erstes Museum für heute ist das Holocaust Memorial Museum. Da es in der Ausstellung verboten ist zu fotografieren, hier zumindest die Außenansicht.

Die Sicherheitskontrollen erreichen für mich einen neuen Level. Es ist zwar gestattet Wasser mit ins Museum zu nehmen (sonstige Getränke sind verboten), aber nur dann, wenn man bereit ist, vor einem Sicherheitsbeamten aus der mitgebrachten Flasche zu trinken. Die Ausstellung selbst ist sehr eindrucksvoll und vor allem sehr berührend. Zu Beginn erhält man eine Identification Card eines Holocaust-Opfers und kann sich dann die Ausstellung sozusagen mit anderen Augen ansehen. Man erfährt mehr über das Leben der jeweiligen Person und zum Schluss kann man nachsehen, ob man überlebt hat oder nicht. Keine leichte Kost.

Weil es gestern so schön war, auf dem Weg zum nächsten Museum noch ein kleiner Zwischenstopp beim Washington Monument.

Beim nächsten Museum, der National Gallery of Art, glaube ich meinen Augen nicht zu trauen, weil sich da Chris von mir dort völlig problemlos hinschleifen lässt. Null Widerstand!

Die Museumsleitung ist sehr besucherorientiert und hat dankenswerterweise so etwas wie eine Highlightübersicht zusammengestellt, damit man sich gut zurecht findet.

Mein Lieblingsbild ist der “Tropical Forrest with Monkeys” von Henri Rousseau.

Hier noch weitere bekannte Exponate, das Selbstportrait von Van Gogh und “The Houses of Parliament, Sunset” von Monet.

Ich muss den Chris echt loben, er hält über Gebühr tapfer durch. Dafür begleite ich ihn zum National Air and Space Museum. Davor noch ein kurzer Fotostopp beim Kapitol.

Und hier ist das Museum, zumindest die Außenansicht davon.

Und hier ein Schnappschuss “Wir mit Austronaut”.

Zum Abschluss ging es noch eine kleine Runde durch den National Gallery of Art Sculputure Garden. Und mit dem “Thinker on a Rock” verabschieden wir uns für heute. Morgen heißt es früh aufstehen, weil wir eine lange Autofahrt nach Myrtle Beach vor uns haben.

 

Washington News

Hmmm…wir haben heute so viel erlebt, dass es für mich wirklich eine Herausforderung ist, dass alles in einen einzigen Blogeintrag reinzupacken. Beginnen wir beim Wetter: für heute sind 30 Grad angesagt, yippie!

Wir wiederholen uns zwar im Vergleich zu unserem letzten Washington-Aufenthalt, aber weil es soooo schön war, das Lincoln Memorial…

…und das Washington Monument nochmals in voller Pracht.

Bei dem wunderschönen Wetter genießen jeden einzelnen Schritt.

 

So nah schaffen wir es bis zum Weißen Haus…

…und dann kommen die beiden Herren von der Polizei, hier links im Bild und verscheuchen alle Touristen, was einer wahren Sisyphus-Aufgabe gleichkommt. Man beachte auch die Herren am Dach des Weißen Hauses. Schwer zu sagen, ob Washington momentan der sicherste oder der gefährlichste Ort in den USA ist.

So viel schönes Wetter macht jedenfalls hungrig und wir machen uns auf zu Ben's Chili Bowl (Man vs. Food (c) ). Die Essensauswahl fällt leicht. Es gibt entweder Chili-Dogs oder eben Chili in a Bowl. Genau und Pommes mit Chili gibt's auch noch. Bill Cosby und Barack Obama zählen hier zu den Stammgästen.

Die Mitarbeiter sind voll nett und nehmen sich wirklich Zeit für ihre Gäste. Wir werden angesprochen, weil einer der Mitarbeiter glaubt, wir seien aus New York ;-). Als er dann erfährt, dass wir den weiten Weg von Österreich zu Ben's Chili Bowl auf uns genommen haben, zeigt er uns voller Stolz den ganzen Laden. Er will unbedingt, dass wir ein Foto mit dem Besitzer bekommen. Da dieser grad nicht “da” ist, muss die Fotowand herhalten. Sweet.

Auf dem Weg ins Newseum, stolpern wir dann noch zufällig über unsere Nachspeise: ein Devil's Food Cupcake für den Chris und ein Red Velvet Cupcake für mich :-)

Das Newseum, laut Tripadviser eines der fünf besten Museen weltweit, übertrifft unsere Erwartungen bei weitem. Das beginnt schon beim Eintritt, den wir nicht bezahlen müssen, weil heute Smithsonian Day ist. Und so freuen wir uns über 50 gesparte Dollar. Das “Nachrichten-Museum” breitet sich über sechs Ebenen aus und hat 15 Einzelausstellungen. Wir sind gute drei Stunden dort und schaffen es grad mal so durchzukommen. Hier einige der Highlights:

Die Berliner Mauer inkl. Grenzwachturm.

Ein Helikopter mitten im Eingangsbereich, dahinter der beeindruckende Glaslift, der zu einer Aussichtsplattfom mit wunderbarem Blick auf das Kapitol führt.

Mein persönliches Highlight: ein Besuch in einem echten Fernsehstudio. Zirka eine Stunde zuvor wurde hier der bekannte Fotograf Timothy Greenfield-Sanders interviewt. Seine Ausstellung “The Boomer List” wurde gestern eröffnet.

Und eine persönliche Signierstunde gab's obendrein auch noch. Was für ein Tag, ich krieg mich fast nicht mehr ein!!! Für meinen Namen musste ich allerdings kämpfen. Mr. Greenfields meinte ich sei zu jung für die Boomer List und hat mich mit einem Lächeln der Generation X zugeteilt. Ja, so werden heutzutage Komplimente gemacht.

Auf der Boomer List Timeline haben wir uns, wenn auch zu jung, jedenfalls verewigt.

Sehr erheiternd war der Teil der Ausstellung der First Dogs. Der hier hat mich an unseren Nils erinnert.

Zum Abschluss schauen wir uns noch ganz viele Pulitzer-Price-Winning-Pictures und die Geschichten dahinter an. Allein hier könnte man Stunden verbringen…Um fünf werden wir rausgeschmissen, weil das Museum für heute seine Pforten schließt. Wenn wir wollen, können wir morgen wieder kommen, unser Ticket gilt großzügigerweise für zwei Tage.

So viele Eindrücke machen hungrig. Unser Abendessen widmen wir unserer Freundin und ebenfalls Bloggerin Susi, die gerade gleichzeitig die Ostküste (nur in die andere Richtung) unsicher macht und lassen uns die Lobster Roll made in Washington schmecken. Dazu gibt es (für mich) ein Blueberry Beer aus Portland, Maine. Cheers, Susi!

 

Blogspecial: Thank you!

Ich glaube, wir haben schon lange nicht mehr einen Urlaub so dringend gebraucht, wie diesen, gleichermaßen schwierig war es für uns, aus verschiedensten Gründen, in den Flieger zu steigen.

 

Aus diesem Grund möchten wir uns bei allen helfenden Händen, sei es im Job, oder zu Hause bedanken, die es möglich machen, dass wir uns eine kleine Auszeit vom Alltag nehmen können. Die Blumen sind für euch!

 

Ein Extra-Danke geht dabei an meinen Bruder Christian, der unsere Tyrannosaurs Cat versorgt. Ein Extra-Danke auch an alle, die sich für den Fall der Fälle als Katzensitter-Backup gemeldet haben.

Und bei dir, mein liebes Bruderherz, möchte sich da Kota (Anm.: Bild kann vom Original abweichen) persönlich bedanken.

 

Baltimore – City of Books

Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Baltimore. Nach zwei Stunden Fahrt und auf Anhieb gelungener Parkplatzsuche genießen wir bei Sonnenschein den Inner Harbor.

Die Sonne tut nach dem gestrigen Regen wirklich gut. Wie Balsam für meine Seele ist der Umstand, dass hier gerade das Baltimore Book Festival stattfindet und sich alles um Bücher dreht.

Da darf ein Besuch bei Barnes&Noble natürlich nicht fehlen. Das Hard Rock Café war rein zufällig auch in der Nähe.

Ach ja, da war doch noch was auf dem Weg nach Washington. Diese Bilder rufen bei uns gemischte Erinnerungen an 2009 hervor. Auf einen Besuch des Kryptologischen Museums verzichten wir in diesem Jahr dankend.

 

Philadelphia

Die triste Stimmung von Atlantic City hat sich nun auch auf das Wetter übertragen. Es regnet den ganzen Tag. Da es ja bekanntlich kein schlechtes Wetter gibt, machen wir uns auf nach Philadelphia. Bei dem Wetter und dem Verkehr zieh ich meinen Hut vor Chris' Autofahrqualitäten.

In Philadelphia angekommen trennt uns nur noch eine passende Parkgarage von der Liberty Hall und der Liberty Bell. Unser Auto ist nämlich für viele der Garagen zu groß. Ich hätte mir zwar nie gedacht, dass das einem in Amerika passieren kann, aber genau das sind die Luxus-Probleme mit denen wir uns hier herumschlagen.

Erster Stopp, die Liberty Hall. Hier wurde die Unabhägigkeitserklärung unterzeichnet. Genauer gesagt hier.

Ray, unser Guide, führt uns mit lauter Stimme pointiert, witzig und – was uns am meisten verwundert, da dies hier eine öffentliche Veranstaltung ist – sehr selbstkritisch durch die amerikanische Geschichte. Danach geht's weiter zur Liberty Bell, die wir uns nach dem ganzen TamTam beide größer vorgestellt haben.

Nach einem kleinen Zwischenstopp, wie könnte es anders sein, im HR-Café, besuchen wir den Love Park.

Schwer zu erkennen, aber genau dahinter hat man einen ersten Blick auf die Rocky Steps. Und hier sind sie in voller Größe.

Neben den Stiegen, die eigentlich zum Philadelphia Museum of Art führen, befindet sich auch gleich die Rocky Statue.

Es wäre nicht unser Blog, wenn wir nicht auch über die kulinarischen Highlights (Man vs. Food lässt grüßen) von Philadelphia berichten würden. Heute zäumen wir das Pferd von hinten auf und beginnen aus logistischen Gründen mit dem Nachtisch, den uns Franklins' Fountain kredenzt. And here we go, ein Homestyle Hot Fudge Sunday mit Kirsche :-)

Und so hat's geschmeckt…

Unser Abendessen lässt auch nicht lange auf sich warten. Was wäre ein Besuch in Philadelphia ohne ein Philly Cheese Steak-Sandwich. Wir ordern eines bei Tony Luke's, dem für diese Spezialität förmlich die Türen eingerannt werden. Und das ist er, Tony Luke himself.

Aus optisch-ästhetischen Gründen verzichten wir auf Originalbilder von unserem Essen. Ich sag nur soviel, das Sandwich war so groß, dass mir beim Essen die Hände wehgetan haben, weil es so schwer war. Nein, ich erwarte mir an dieser Stelle kein Mitleid.

Bevor es ins Bett geht, vertrauen wir bei einer Runde Montana-Tropfen darauf, dass uns unsere Mägen unseren heutigen kulinarischen Ausritt verzeihen. Zitat Chris: “Morgen iss i an Salot”.

On The Road Again

So, wie gesagt, ab heute sind wir motorisiert unterwegs. Der Chris manövriert uns sicher aus Jersey City hinaus, was gar nicht so leicht ist bei teilweise siebenspurigen Highways.

Auf geht's zum Barnegat Lighthouse. Der Weg dorthin ist der pure Wahnsinn. Wir fahren durch malerische Ortschaften mit direktem Meerblick. Ein Prachthaus reiht sich dabei neben das andere. Nach drei Tagen New York tut dieser Anblick richtig gut. Und hier ist es, das Lighthouse:

217 Stufen führen bis nach oben.

Dafür werden wir mit diesem Ausblick belohnt.

Während ich zu Vetter It mutiere, lässt sich dem Chris seine Frisur den Wind nicht anmerken.

Nächster Halt, Altlantic City. Der trostloseste Ort, den wir je gesehen haben.

Gott sei Dank sind wir nur zum Pin- und Bottleopener-Farmen im Hard Rock Café da. Der Rock Shop liegt direkt im Trump Taj Mahal Casino. Die düstere Atmosphäre setzt sich im Casino fort. Es ist so, als würde einem jemand alles Glück und alle Freude aus dem Körper rausziehen. Ganz, ganz schlimm für uns. Einziger Lichtblick ist der Panda Express, wo wir heute auch zu Mittag gegessen haben.

Mit etwas Glück (und natürlich Geschick des Fahrers) schaffen wir es dann auch heil wieder aus der Parkgarage raus, für die unser Yukon eigentlich zu hoch ist. Alles noch mal gutgegangen. Besonders froh, sind wir auch, dass wir es unfallfrei aus der Stadt geschafft haben. Scheinbar herrenlose Hunde laufen frei herum und wie zu beobachten ist, haben hier nicht alle ihr Auto im Griff.

Wir sind froh um jeden Meter den wir Land gewinnen und fahren weiter Richtung Philadelphia. In einem Ort namens Mount Laurel wartet bereits unser Comfort Inn*. Wir werden sehr freundlich mit Chocolate-Chip-Cookies empfangen und der Chris als Choice Privilege Member wird eine Extra-Runde gebauchpinselt und bekommt einen Drei-Dollar-Gutschein für den Hotel-Shop. Im Zimmer finden wir dann den Beweis, dass das Comfort Inn seinem Namen wirklich gerecht wird.

*Dieser Blogeintrag wurde nicht von Comfort Inn & Suites by Choice Hotels gesponsert.